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"Wachstum – Umwelt – Entwicklung" lautet das Thema der Entwicklungstagung 2008. Hier finden sich die ersten Informationen zum Thema und zur Veranstaltung.
![]() Programm, Ziele und weitere Details zur Entwicklungstagung 2008 Die Welt ist im Umbruch. Auf drei Entwicklungstagungen versuchten wir diese Veränderungen besser zu verstehen. Die erste Österreichische Entwicklungstagung 2001 in Salzburg widmete sich der Zivilgesellschaft und damit einer Akteurin bzw. einem Aktionsfeld der Einen-Welt-Bewegung. Die zweite Österreichische Entwicklungstagung 2003 in Graz versuchte, dem Phänomen der Globalisierung auf die Spur zu kommen. Ganz wesentlich ging es bei beiden Tagungen um das Verstehen globaler Veränderungen. Gleichzeitig war allseits der Wunsch, gemeinsam nach Alternativen zu suchen, spürbar. Bei der Dritten Entwicklungstagung in Linz im November 2005 wurde nach der Rolle von Eigentum in der globalisierten Welt von heute gefragt. "Eigentum anders. Unsere Strategie und unser Handeln" lautete der Titel der Tagung, bei der nach konkreten Modellen gefragt wurde, Eigentum anders zu verstehen und zu organisieren als im gewohnten Gegensatz von "privat" und "öffentlich". Solidarökonomie wurde hier ebenso diskutiert wie die Begrifflichkeiten von "Eigentum", "Öffentlichkeit" oder "ownership" befragt wurden. Sowohl für die Entwicklungszusammenarbeit als auch für die globalisierungskritische Bewegung sind Visionen wesentliche Ausgangspunkte der Arbeit. Utopien werden als wichtig angesehen, um der Politik allgemein, und der Entwicklungspolitik im Speziellen eine andere Richtung zu geben. Die Entwicklungstagung ist ein Raum, in dem solche Utopien und Visionen ausgetauscht und diskutiert werden.
Entpolitisierung drückt sich unter anderem in einer Fragmentierung von Politikfeldern aus. Wirtschaftspolitik, Umweltpolitik und Entwicklungspolitik werden als getrennte Politikfelder inszeniert, obwohl deren innere Verwobenheit offensichtlich ist. In den nun intensivierten Debatten über Klimaschutz sind die Zusammenhänge neuerlich sehr deutlich geworden. Die Widersprüche sind damit aber auch deutlicher zutage getreten. "Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s der Umwelt schlecht" scheint weiterhin die realpolitische Maxime zu bleiben. Der bisherige internationale Diskurs zu Fragen von Umwelt und Entwicklung ist von der Fortsetzung dieser Fragmentierung gekennzeichnet: Auf den Brundtland-Bericht 1987 folgte die UN-Konferenz in Rio 1992, weiters die Rio+5 sowie Rio+10-Konferenzen sowie das Treffen in Johannesburg. Auffällig ist, dass ursprünglich Wachstum als entwicklungspolitisches Ziel in Frage gestellt wurde. Mit der Zeit wurden unterschiedliche Formen von Wachstum differenziert: "Qualitatives Wachstum" wurde von "quantitativem Wachstum" abgegrenzt. Als radikale Kritik an Wachstumskonzepten wurden Theorien der Subsistenz ausgearbeitet, jedoch verschwand mit den Jahren der kritische Impetus weitgehend aus der Debatte, sodass heute Wachstum auch im alternativen Diskurs kaum mehr in Frage gestellt wird. Die Renaissance eines recht unreflektierten Wachstumsbegriffs zieht sich quer durch das gesamte ideologische Spektrum. Linke wie rechte Regierungen in den Staaten des Zentrums wie an der Peripherie teilen diesen Zugang. Andererseits bieten auch die subsistenztheoretischen Zugänge in den Augen vieler keinen überzeugenden Ausweg aus dem Dilemma und erfahren starke Kritik, da ihre Realisierung kaum mit einer Verbesserung des Lebensstandards verbunden wäre. Einige der alternativen Ansätze werden als Mythen betrachtet. "Nachhaltige Entwicklung" legt heute den Schwerpunkt auf ökonomische Entwicklung; Lösungen werden eher über den Handel mit Emissionszertifikaten gesucht als über eine Veränderung der Strukturen in Produktion, Handel und Transport. Im Kern geht es um eine Zusammenführung von Politikfeldern. Ein integrierter Entwicklungsbegriff müsste das Ziel der Armutsminderung mit Umweltschutz und einer verteilungsorientierten Wirtschaftspolitik verbinden. Reichtumskritik darf dort ebenso wenig fehlen wie eine Reflexion der Wachstumskritik und des gesellschaftlichen Naturverhältnisses. Auch die Möglichkeiten multilateraler Ansätze (global governance) zur Prävention sowie Lösung von Konflikten aufgrund von Klimawandel und Umweltzerstörung sollen diskutiert werden. Details zur Entwicklungstagung Die Entwicklungstagung wird für 300 – 400 TeilnehmerInnen konzipiert. Zeit: Von Fr., 14. bis So., 16. November 2008 Trägerschaft Das Paulo Freire Zentrum Die AGEZ Die Universität Innsbruck Öko-Organisationen
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