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Wofür? Die Ziele

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Die Entwicklungstagung versteht sich als Freiraum zur gemeinsamen Reflexion. Folgende drei Ziele beschreiben dies genauer.

03.04.2008 |

1. Neue Räume durch Vernetzung schaffen

Die Reflexion entwicklungspolitischer Theorie und Praxis muss über die engen Räume der sogenannten entwicklungspolitischen Szene und den ihr zugeordneten Fragestellungen hinausreichen. Aus einer nach innen gut vernetzten Szene soll eine Bewegung werden, die zu einem Bestandteil der Zivilgesellschaft wird, die die großen nationalen und globalen Fragen diskutiert. Sozialpolitische Themen des Nordens werden deshalb mit solchen des Südens verbunden; entwicklungspolitische Sichtweisen werden mit Umweltpolitik, Wirtschaftspolitik sowie Sozialpolitik in Verbindung gebracht. Dies soll dazu beitragen, EZA nicht als eine – unwichtige – Nische, sondern als Teil der allgemeinen Politik wahrzunehmen.

2. Freiräume zur Reflexion anbieten

Das Projekt will Freiräume für eine gelingende Reflexion anbieten. Der eingerichtete Freiraum ist ein Ort, in dem Widersprüche zwischen Individuum und Struktur reflektiert werden. Es geht nicht darum, die neue große Alternative zum System anzubieten, sondern innerhalb des Systems das Spiel zu spielen, es aber anders zu spielen.

Aufbauend auf dieser Reflexion und als Konsequenz des integrierten Ansatzes (s. Ziel 3) sollen in den verschiedenen Praxisfeldern konkrete Handlungsstrategien entworfen und geprüft werden. Schlussendlich geht es darum, die Aktivitäten und Arbeitsweise der Organisationen der entwicklungspolitischen Szene Österreichs kontinuierlich im Sinne des unter Ziel 3 skizzierten integrierten Entwicklungsansatzes zu verändern.

3. Einen integrierten Entwicklungsansatz konzipieren und verwirklichen

Gegenwärtig gibt es starke Tendenzen, Entwicklungspolitik zu fragmentieren. Die EU-Wirtschaftspolitik hat wenig Bezug zur EU-EZA, die Strategie der Armutsbekämpfung wird unreflektiert neben wohlfahrtsstaatliche Konzeptionen gestellt und die Ausschreibungskultur merkt nicht, wie sie die Prinzipien der Nachhaltigkeit und Partnerschaft untergräbt. Derartigen Tendenzen einer fragmentierenden Entwicklungspolitik muss ein ganzheitlicher Ansatz entgegengestellt werden, der die Idee der EINEN Welt im Blick hat. In diesem Bereich können NROs eine gänzlich andere Praxis als Unternehmen entwickeln. Ein solcher integrierter Denk- und Entwicklungsansatz wird zwei Schritte setzen:

- Orientierungswissen erarbeiten: TeilnehmerInnen der Reflexionsanlässe gewinnen Verständnis für bestehende gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Strukturen (entwicklungspolitisches Grundlagenwissen) und lernen in weiterer Folge darauf aufbauend die gegenwärtige (entwicklungs-)politische Situation besser einzuschätzen.

- Visionen entwerfen: Sinnvolle Handlungsperspektiven können nur vor dem Hintergrund einer konkreten Utopie, d.h. eines anzustrebenden Zieles, sinnvoll erarbeitet und beurteilt werden. Solche Visionen sollen sowohl beteiligte Einzelpersonen (weiter-)entwickeln als auch die involvierten Organisationen.

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