Paulo Freire Zentrum und KommEnt |
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Ein neuer Verbund zweier entwicklungspolitischer Bildungseinrichtungen
Seit 1. Jänner 2009 ist das Paulo Freire Zentrum Teil von KommEnt, der Gesellschaft für Kommunikation und Entwicklung. In einem Milieu, in dem Konkurrenz nur zu oft die tiefere Logik des Geschehens darstellt, setzen diese zwei Organisationen nun ein Statement für Kooperation. Auf der inhaltlichen Ebene spricht für diese Zusammenarbeit, dass beide ähnliche Ziele verfolgen, wenn auch auf unterschiedlichen Wegen. Strukturell verbindet KommEnt und das Paulo Freire Zentrum, dass sie beide kleine Einrichtungen sind, mit jeweils gerade einmal zwei MitarbeiterInnen. Beide haben noch keine lange Geschichte – nimmt man die strukturelle Veränderung von KommEnt nach Verlust des Auftrags zur Abwicklung der Inlandsprojekte im Jahr 2005 als deren zweite Geburtsstunde. Das Freire Zentrum existiert seit Sommer 2004, realisiert als gemeinsame Initiative des Mattersburger Kreises und der ÖFSE.
Bildung benötigt Reflexion, das ist der gemeinsame Gedanke. KommEnt bietet dazu seit Jahren know-how und Beratung im Bereich Qualitätssicherung und Selbstevaluation an, verbunden mit einem umfassenden Seminarprogramm zur entwicklungspolitischen Weiterbildung. Das Paulo Freire Zentrum setzt Bildungsimpulse mit emanzipatorisch-kritischer Ausrichtung, bemüht sich um dialogisch orientierte Lern- und Bildungsprozesse und begleitet eine Reihe von Initiativen und Projekten bei ihrer Selbstreflexion. Aktion und Reflexion gehörten für Paulo Freire zusammen – kein Tun ohne Denken, kein Denken ohne Tun, könnte dieser Ansatz paraphrasiert werden. Dies wird auch weiterhin im Mittelpunkt der Arbeit des Bildungsverbundes KommEnt – Paulo Freire Zentrum stehen.
Der Zusammenschluss dieser beiden Akteure der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit ist keine Fusion – daher werden die beiden "Marken" KommEnt und Paulo Freire Zentrum nicht verschwinden. Schrittweise wird es einen Annäherung der Auftrittsweise geben; Absicht ist es aber, nicht eine neue, gemeinsame "Marke" im kleinen Markt entwicklungspolitischer Bildungsangebote zu positionieren, sondern die jeweiligen Stärken und Originalitäten zu behalten und durch die enge Zusammenarbeit weiter zu verbessern.
Die österreichische Entwicklungspolitik benötigt eine kooperative Lernkultur. KommEnt und Paulo Freire Zentrum wollen Neugier an politisch orientierten Formen der Bildung und des Lernens wach halten. Deshalb wollen beide ihren Beitrag zur Theorieentwicklung im Bereich der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit und des Globalen Lernens leisten. Offenheit für neue Impulse und Experimentierfreude erlauben beiden, das Wagnis dieser Kooperation einzugehen.

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GründerInnen
Das Paulo Freire Zentrum wurde 2004 vom Mattersburger Kreis für Entwicklungspolitik an den österreichischen Hochschulen und der Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) gegründet. Beide sind seit Jahrzehnten als wissenschaftliche Einrichtungen der Entwicklungspolitik tätig und anerkannt. Beide Organisationen sind bestrebt, öffentliche Forschung und Bildung aufbauend auf dem dialogischen Grundprinzip in der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (EZA) und Entwicklungspolitik zu stärken.
Mit der Schaffung eines Zentrums für transdisziplinäre Entwicklungsforschung und dialogische Bildung, dem Paulo Freire Zentrum, haben ÖFSE und Mattersburger Kreis einen bewussten Impuls in der österreichischen Entwicklungspolitik und EZA gesetzt.
Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung
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e-mail: office@oefse.at
Mattersburger Kreis
für Entwicklungspolitik an den österreichischen Universitäten
Berggasse7, A- 1090 Wien
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