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Hier finden sich Links zu drei Texten von Andreas Novy, dem wissenschaftlichen Leiter der Paulo Freire Zentrums. Sie geben grundsätzliche Überlegungen wieder, die hinter der Gründung des Freire Zentrums standen und stehen. Bildung, Forschung und Befreiung sind deren zentrale Leitbegriffe. Was das Freire Zentrum darunter versteht, wird hier näher dargestellt. Andreas Novy: Didaktische Anregungen der Befreiungspädagogik Paulo Freires für die Entwicklungsforschung. Wien, 2005. (=SRE Discussion 2005/01 (pdf)) Die Welt lesen lernen, kritisch erforschen, gestalten, der Dialog von unten, Parteilichkeit für die Unterdrückten, Praxis der Befreiung – das sind didaktische Prinzipien der Befreiungspädagogik Paulo Freires. Diese ist deshalb für die Entwicklungsforschung interessant, weil sie immer politisch war und immer eine Reflexion über die Praxis darstellte, die nach Wegen der Befreiung suchte. Freires Vorstellung von Bewusstseinsbildung etwa setzt an den Lebenserfahrungen der Menschen an mit dem Ziel, Menschen zu befähigen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Fragen über die eigene Lebenswelt münden dann auch zwangsläufig in Fragen nach übergeordneten Zusammenhängen und möglichen Alternativen. In diesem Artikel sucht Andreas Novy in der Befreiungspädagogik Freires nach Anregungen für ein integratives Konzept von Entwicklungsforschung.
Der Kapitalismus betreibt zunehmend aggressiver die Aushöhlung nicht nur des Sozialstaates, sondern auch der Demokratie. Wirksame, an die Wurzeln gehende Lösungen sind ohne Thematisierung der Eigentumsfrage nicht möglich. Notwendig ist die Etablierung eines öffentlichen Sektors, begleitet von einem Bildungssystem, das sich an sozialen Zielsetzungen orientiert. Andreas Novy beschreibt in diesem Artikel die Gründe für die Krise der Sozialwissenschaft, leitet daraus Herausforderungen für integrative Entwicklungsforschung ab und begründet vor allem die Notwendigkeit, dass Wissenschaft Partei für das Allgemeinwohl ergreifen muss – nicht zuletzt auch, um ihre eigene Legitimation zu erhalten.
Der Beitrag ist eine Würdigung der Initiativen von Oscar Romero und Paulo Freire als Beispiele einer breiten Befreiungsbewegung – Befreiungstheologie und Befreiungspädagogik.
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